KALTPROFILIEREN – DIE PROFILIERMASCHINEN Das Kaltprofilieren ist ein Verfahren zur Herstellung von Profilen, bei dem ein Blechband kontinuierlich durch verschiedene Stationen eines Rollen-Walzwerkes läuft und progressiv umgeformt wird bis die gewünschte Form erreicht ist. Aus dem nachstehenden Beispiel ist ersichtlich, wie aus einem flachen Band, das 21 Bearbeitungsstationen durchläuft, die abschließende Form erzielt wird.


Nachstehend ein detailliertes und häufig zur Anwendung kommendes Beispiel:

Der erste Anlagentyp ist für die Herstellung von Profilstäben mit handelsüblicher Länge ausgelegt. 
Der zweite Anlagentyp ist für die Herstellung von geprägten/gelochten und oftmalig maßgeschnittenen Profilen ausgelegt. 
Es gibt auch häufig angewandte Anlagentypen, in die ein Schweißsystem eingefügt werden kann, das die Fertigung von Profilen mit geschlossener Form ermöglicht. Hierzu gibt es verschiedene Schweißverfahren: Vorzugsweise wird die HF-Schweißung angewandt, mit der eine sehr hohe Produktionsgeschwindigkeit erreicht wird; die Laserschweißung ist flexibler aber kostspieliger und erbringt eine schwächere Produktivität als die HF-Schweißung; Die TIG-Schweißung hat geringe Kosten, ist beschränkt flexibel und wenig produktiv.
Die verschiedenen Komponenten der Anlagen hängen von den Eigenschaften des Profilwerkstoffes ab:
Die Eigenschaften der Profiliermaschine werden hingegen in bedeutendem Ausmaß durch die Form des Profils bestimmt: Einfach und ziemlich glatt, komplex auch wenn mit offener Form; geschlossen mit Klemmen, geschlossen durch Clinch-System, geschlossen durch Schweißung (HF oder Laser/TIG).
Die Profiliermaschinen können in verschiedene Kategorien aufgeteilt werden:
(a) Je nach den Eigenschaften des Hauptantriebs:
• mit Zahnrädern im direkten Eingriff
• mit versetzten Zahnrädern („Pferdekopf“)
• mit Kardanwellen
(b) Je nach Produktionsflexibilität
• mit fester oder beweglicher Zwischenachse (zwischen oberer und unterer Welle)
• mit beweglichen oder festen Flanken
• mit Kassettensystem für einen raschen Rollenwechsel
• mit hydraulischer Steuerung der oberen Welle
• mit Wellen, auf denen feste oder bewegliche Rollen angebracht sind
• mit oder ohne Kontroll-/Regelsystem der oberen Rollenwelle (c) Je nach Produkteigenschaften • mit freistehenden Wellen
• mit Spitze und Gegenspitze
• mit einer unterschiedlichen Anzahl von Richtrollen
• mit Rollenwellen mit einem unterschiedlichen Durchmesser von 35 bis 120mm
• mit oder ohne Zwischenaggregate
Dies wären die Maschinen, aus denen sich eine Profilierungslinie zusammensetzt; nun möchten wir uns mit dem wichtigeren und komplizierten Aspekt einer solchen Linie befassen: Die spezifischen Vorrichtungen, die zur Erzielung eines bestimmten Profils unbedingt erforderlich sind.
In anderen Worten: die Profilierungslinie allein erbringt kein Produkt, wenn sie nicht zweckentsprechend mit einer Reihe von Rollen und eventuell mit Stanzwerkzeugen (sofern das Profil gestanzt oder gelocht sein muss) ausgerüstet ist.
Die Walzenreihe oder die Walzenreihen stellen in der Tat einen sehr komplizierten Teil der Linie dar: